Quartierspalaver

Lassen Sie uns über Ihr Quartier palavern



Was beschäftigt Sie in Ihrem Quartier? Was haben Sie für Wünsche und Visionen für Ihr Viertel?
Ich bin ab sofort in den Quartieren meines Wahlkreises, Wuppertal-Mitte, unterwegs und höre zu. Am Ende eines jeden Quartierspalavers wählen wir einen Vertreter aus Ihren Reihen, mit dem ich künftig in Kontakt bleiben möchte. So bilden wir am Ende einen Quartiersrat und schaffen eine Möglichkeit zum gemeinsamen Tun, Handeln und Austauschen. Ich freue mich darauf.

1. Quartierspalaver Ostersbaum

Das war eine sehr spannende und gelungene Premiere des Quartierspalavers am Ostersbaum am 15.1.2017. Ich habe mich sehr gefreut, dass viele BewohnerInnen aus dem Viertel am Sonntagnachmittag ins Nachbarschaftsheim gekommen sind und mit mir über ihr Viertel gesprochen haben. Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, dass es kein bloßes „Gemeckere“ war, sondern auch immer wieder viele positive Entwicklungen am Ostersbaum zur Sprache kamen. Es ziehen wohl immer mehr junge Menschen dorthin, der Eisladen „Creme Eis“ und das Café in der Engelnburg beleben und werten das Viertel enorm auf. Es gibt aber durchaus auch Ecken, die als Schandflecke wahrgenommen werden – wie die alten Toilettenhäuschen, manche verkommene Immobilie oder auch einige der vielen Treppen. Auch dreckige Wege und Bürgersteige sind ein Ärgernis. Und wir haben auch über die fehlende Busverbindung zum Platz der Republik gesprochen. Stadtteilprojekte sollten langfristiger gedacht werden - nach dem Motto: „Geld für Menschen, nicht nur für Steine.“ Am Ostersbaum leben viele Menschen aus verschiedenen Kulturen. Viele fanden, dass es schön wäre, wenn „alle Seiten“ mit mehr Mut und Offenheit aufeinander zugehen würden. Toll, dass sich noch in der Diskussion TeilnehmerInnen dazu entschieden haben, diese Offenheit bei nächster Gelegenheit einfach mal ausprobieren zu wollen. Für den Quartiersrat, der im Laufe der Palaver entstehen soll, wurden Gerta Siller und Alem Houduti vom Ostersbaum gewählt.

2. Quartierspalaver Dönberg

Was für eine spannende Diskussion auch am Dönberg! Wir haben zunächst einige Zeit über den Wunsch nach einem Lebensmittelmarkt am Dönberg gesprochen und die Idee, dort auch einen CAP-Markt, wie am Eckbusch, zu eröffnen. In Laufe des Gesprächs wurde aber dann doch deutlich, dass ein Nahversorger am Dönberg nicht zwingend nötig ist, weil die meisten Menschen dort mobil sind und sich ihre Einkäufe aus der Stadt mitbringen. Schade und ärgerlich aber, dass durch die räumliche Nähe zu den Läden am Rosenhügel wertvolle Kaufkraft von Wuppertal nach Neviges fließt. Ein weiteres Thema war der Wegfall des Schützen- / Festplatzes aufgrund von Anwohnerbeschwerden. In dem Zusammenhang stellte sich die Frage, wie realitätsfremd sich doch so manche Gesetzteslage darstellt. Wir haben auch viel über die Erwartungen der Menschen an Politik gesprochen und über ihre Wünsche an Politiker. Visionen, Kreativität, Mut, Augenhöhe, Ehrlichkeit, Erklärungen, Gestaltungswille, uns BürgerInnen positiv mitnehmen - das waren Schlagworte, die fielen und auf großen Konsens stießen. Schön, dass sich auch am Dönberg spontan eine Vertreterin für unseren Quartiersrat gefunden hat: Ulrike Mertens. Vielen Dank dafür!

3. Quartierspalaver Ölberg

Vielen Dank den engagierten Menschen am Ölberg für die interessante und zuweilen auch kontroverse Debatte im Lutherstift. Nach einem kurzen Update zum Bunker-Umbau in der Schusterstraße haben wir viel über das Thema „zu viele Autos - zu wenig Parkplätze“ auf dem Ölberg gesprochen. Es hat sich der Wunsch nach einem ganzheitlichen Mobilitätskonzept herauskristallisiert. Sharing-Konzepte könnten eine Möglichkeit sein. Genauso wurde aber auch die Frage in den Raum geworfen, ob nicht vielleicht auch Maßnahmen wie Parkgebühren, autounfreundliche Straßen oder die Ausweitung von Anwohnerparkplätzen helfen könnten, die Situation zu entschärfen. Ein weiterer Punkt war die Sorge vor der Gentrifizierung des Ölberg. Es wurden ganz klar der Wunsch und Wille geäußert, die soziale Mischung im Quartier zu erhalten. Für meine mögliche künftige Arbeit im Landtag habe ich mitgenommen, dass weitere Landes-Fördermittel für den Ölberg dringend nötig sind. Dafür möchte ich mich einsetzen. Unterstützung von Quartiersentwicklung soll ein Schwerpunkt in meiner landespolitischen Aktivität werden. Zum Schluss haben wir noch viel über meine Motivation für die Kandidatur und meine Unabhängigkeit versus Unterstützung durch die Wuppertaler Grünen diskutiert. Ich glaube, es ist deutlich geworden, wie groß der Unterschied ist, wenn jemand wie ich völlig eigenständig agieren kann und nicht von der Gunst der Strippenzieher – so wie in einigen Parteien üblich - abhängig ist.
Ich freue mich, dass Martin Kurandt künftig mein Ansprechpartner am Ölberg sein wird.

4. Quartierspalaver Unterbarmen / Loh

„Wo ist die Mitte?“ Das war eine von vielen Fragen, die uns beim Quartierspalaver in Unterbarmen rund um den Loh beschäftigt hat. Im Laufe des Gesprächs wurde klar, dass es ganz viele positive Entwicklungen (Junior-Uni, Wupper-Ufer...) und engagierte Akteure in Unterbarmen gibt, eine Zentrierung all dieser Aktivitäten aber schwierig ist. Mit proviel, alpha e.V., der Gesa, dem Brockenhaus, dem Internationalen Begegnungszentrum und, und, und, kann man Unterbarmen durchaus als „Quartier der sozialen Arbeit“ bezeichnen. Auch das Miteinander zwischen den verschiedenen Kulturen funktioniere – dank der vielen Angebote – gut. Das ist schön und nicht selbstverständlich. Wir haben aber auch über nicht so positive Dinge gesprochen. Es gab Kritik an der Verkehrssituation im Viertel – zu viele Autos in zu engen Straßen gefährdeten die Sicherheit der Fußgänger, wurde als ein Punkt genannt. Der Wunsch nach 30er Zonen und die Frage nach einem neuen Mobilitätskonzept für das Viertel wurden formuliert. Offenbar gibt es nachts auch schon mal "Autorennen" auf der B7. Ich werde dazu mit der Polizeipräsidentin Radermacher sprechen. Verdreckte Bürgersteige und Plätze rund um die Wittensteinstraße sorgen aktuell auch für Unmut in Unterbarmen. Eine Besucherin des Palavers sprach über ihre Erfahrungen mit dem Thema „Denkmalschutz“. Der restriktive und manchmal auch nicht ganz verständliche Umgang damit seitens der Verwaltung mache es den Haus- und Ladenbesitzern - zum Beispiel an der Schönebecker Straße – unnötig schwer und würde viele verärgern. Die Situation am Bahnhof Unterbarmen ist so nicht akzeptabel. Die BürgerInnen haben ein Recht darauf zu erfahren, wer der Eigentümer ist, damit man Gespräche führen kann. Ich nehme aus dem Palaver auch die Forderung nach mehr Landesmitteln für die (Weiter-)Entwicklung des Quartiers mit. Zum Schluss hat sich noch die schöne Vision entwickelt, das Wupperufer und die Wupper stärker zu nutzen - Bootsfahrten und ein Biergarten am Ufer waren Ideen, die in dem Zusammenhang genannt wurden. Insgesamt war es ein sehr interessantes und konstruktives Quartierspalaver. Vielen Dank dafür an die engagierten UnterbarmerInnen.
Ich freue mich, dass Alexandra Bäcker und Nils Bäcker als VertreterIn für Unterbarmen / Loh in den Quartiersrat kommen.

5. Quartierspalaver Uellendahl

In gemütlicher Atmosphäre - im Haus Marianne - haben wir am Uellendahl zusammengesessen und palavert. Wir haben erst lange über die leerstehenden Läden im Einkaufszentrum Röttgen gesprochen. Es fehlen Betreiber, die wieder Leben und Angebote in die Räumlichkeiten bringen wollen. Es wurde aber auch klar, dass in der Vergangenheit bei den AnwohnerInnen oft die Bereitschaft gefehlt hat, mehr Geld für die Produkte vor Ort auszugeben und viele dann doch lieber zum weiter entfernten Discounter gefahren sind. Wir haben deshalb auch Alternativen zu möglichen Nahversorgern diskutiert: zum Beispiel Sportkursangebote für Senioren oder eine Kinderbetreuung. In dem Zusammenhang wurde die Idee für ein Zwischennutzungskonzept angeregt. Überhaupt scheint wichtig zu sein, dass es generell ein gemeinsames Projektentwicklungskonzept für das Einkaufszentrum am Röttgen gibt. Interessant war auch die Diskussion zu der Frage, ob und warum ein "Wir-Gefühl" am Uellendahl fehlt. Sicherlich ist das zum einen der topografischen Lage geschuldet - es existiert kein wirkliches Stadtteilzentrum als gemeinsamer Treffpunkt. Zum anderen gibt es viele verschiedene aktive Vereine, Institutionen und Gemeinden, aber keine wirkliche Verknüpfung all dieser Aktivitäten. Dafür bräuchte es ein gemeinsames Ziel, das alle verfolgen und erreichen möchten. Die Quartiersmanagerin am Uellendahl, die im Kinder- und Jugendzentrum Röttgen arbeitet, könnte eine solche gemeinschaftliche Initiative auf den Weg bringen. Ich freue mich sehr, dass Jaqueline Homberg Lust hat, für den Uellendahl im Quartiersrat mitzuarbeiten. Vielen Dank an sie und alle anderen, die so konstruktiv mitdiskutiert haben.

6. Quartierspalaver Elberfeld Südstadt

Das ist schon erstaunlich und spannend, wie unterschiedlich die Quartierspalaver ablaufen. In der Elberfelder Südstadt haben wir zunächst ausführlich über das Thema Seilbahn gesprochen. Wir haben uns auf den aktuellen Stand gebracht und in unserer Diskussionsrunde war die Meinung vorherrschend, dass eine Seilbahn in Wuppertal an dieser Stelle und in dieser Konzeption aus sehr vielen Gründen keinen Sinn macht und, dass das Geld besser an anderer Stelle investiert wäre. Um beim Thema „Verkehr“ zu bleiben, zum Beispiel für die Umrüstung der dreckigen WSW-Dieselbusse in Elektrobusse, was dazu führen würde, dass wir im ganzen Stadtgebiet eine deutliche Verbesserung in Bezug auf Lärm- und Luftemissionen bekämen. Für den geplanten Wohnpark Friedenshöhe in unmittelbarer Nähe zur Mareestraße wünschte sich ein Anwohner, dass die BürgerInnen dort stärker in den Entscheidungsprozess eingebunden würden und damit der Bürgerwille vor Ort endlich mehr Gehöhr findet. Wir haben auch über den neuen Döppersberg und den Hauptbahnhof gesprochen, für den man sich als SüdstädterIn künftig nicht mehr schämen muss. Der Ausbau der L 419 war Thema und wurde durch das zu erwartende massiv höhere Verkehrsaufkommen sehr kritisch gesehen. Auch bei diesem Thema fällt auf, wie sehr in der Landesverwaltung, der Landespolitik und bei Straßen NRW aktuell der Sachverstand in Bezug auf die anstehenden Veränderungsprozesse in der Mobilität fehlt. Wer weiß, was in 5-10 Jahren in diesem Bereich passiert, würde niemals auf die Idee kommen, heute noch solche Projekte zu planen. In unserer Diskussion wurden auch einige Wünsche an Politik formuliert: Augenhöhe, Weitsichtigkeit, Abbau von Bürokratie, eine Investitionsoffensive für Kommunen seitens des Landes, bessere Ausstattung von Schulen und mehr Lehrer, vor allem angesichts der teils dramatischen Situation an den Schulen bedingt durch die Flüchtlingskinder und die nur halbherzig realisierte Inklusion. Es war ingesamt eine sehr spannende Diskussion, in der wir auch immer wieder zu dem Thema kamen, welcher Erwartungen die Menschen an Politik und PolitikerInnen haben und wie Letztere damit umgehen. Ich freue mich sehr, dass Nino Zeidler und Marc Gennat die Elberfelder Südstadt im Quartiersrat vertreten werden.

7. Quartierspalaver Hatzfeld

Was für ein lebhaftes Quartierspalaver! Auf Hatzfeld waren wir im Zentrum für Entspanntes Lernen: in kleiner Runde, aber dafür mit sehr engagierten Frauen. Unglaublich, was schon seit längerem auf der Straße Lante für Zustände herrschen. Durch den dortigen Autohandel stehen in der nahen Umgebung - nach Aussage der AnwohnerInnen - Tag und Nacht LKW und Tieflader an Stellen, an denen sie eigentlich nicht parken dürften und behindern nicht nur den Verkehr, sondern sorgen auch für gefährliche Situationen für Fußgänger und andere Autofahrer. Hinzu kommt das Verhalten mancher LKW-Fahrer, die die Vorgärten als Toilette benutzen oder die ganze Nacht in ihren LKW Motor und Heizung laufen lassen. Es gibt Gespräche mit der Stadt, aber eine wirkliche Verbesserung ist bisher nicht eingetreten. Ich finde das eine unfassbare Zumutung für die AnwohnerInnen und werde mich dafür einsetzen, dass dort eine gute Lösung gefunden wird. Wir haben dann auch noch über die neue sechsgruppige (!) Kita an der Wilkhausstraße gesprochen - in dem Zusammenhang befürchten die AnwohnerInnen ein weiteres Verkehrschaos. Bedauerlich finden die HatzfelderInnen, dass es nur noch so wenig Angebote für Kinder und Jugendliche in dem Quartier gibt. Das evangelische Kirchengebäude steht zum Verkauf, es gäbe kaum Spielplätze und auch die ÖPNV-Anbindung sei schlecht. "Hier ist gar nichts mehr!", hieß es mehrfach. Vielleicht können Ideen aus den anderen Quartieren Hatzfeld ein paar Impulse geben, damit es wieder lebendiger wird. Ich freue mich sehr, dass Elke Franz für Hatzfeld in den Quartiersrat kommt.

8. Quartierspalaver Rott / Sedansberg

Interessant, aufschlussreich und kontrovers - so war das Quartierspalaver auf dem Rott. Vielen Dank an dieser Stelle an Viktoria Rott, in dessen Vereinsheim wir zu Gast sein durften. Überhaupt toll, was dieser Verein auf dem Rott für eine Arbeit leistet. Das geht weit über das sportliche Angebot hinaus. Dort findet ganz wichtige Sozialarbeit statt. Der Sportplatz ist ein Ort, an dem die verschiedensten Menschen zusammenkommen. Rund 150 Kinder trainieren dort, spielen gemeinsam, haben dort eine Anlaufstelle und lernen nicht nur Fußballspielen, sondern Miteinander. Das alles leisten Ehrenamtliche. Ihnen kann man nicht genug für ihr Engagement danken. Ich finde, die Landesregierung sollte dringend überlegen, wie diese Arbeit auch finanziell angemessener honoriert werden kann. Es hat mich insgesamt beeindruckt, wie gut die Vereine und Institutionen am Rott miteinander vernetzt sind und welch wichtige Ansprechpartner sie für die Menschen im Quartier sind. Der Rotter Bürgerverein hat über 500 Mitglieder und auch der Sozialdienst Katholischer Frauen ist überaus aktiv auf dem Rott und hat viele Angebote für die Menschen dort. Spannend und kontrovers war die Diskussion zur möglichen 7. Gesamtschule. Der Bedarf ist auf jeden Fall da - das wurde auch beim Quartierspalaver deutlich. Ich fand es klasse, dass die BesucherInnen des Quartierspalavers auch daran interessiert waren, warum ich mich entschieden haben, für den Landtag zu kandidieren und warum ich dies mit der Unterstützung der Wuppertaler Grünen tue. Es wurde auch durchaus kritisch gefragt, was ich glaube, was und wieviel ich tatsächlich im Landtag bewegen kann, wenn ich am 14. Mai das Direktmandat gewinne. Schön, dass es neben der Diskussion zum Quartier auch eine politische Diskussion gab. Ich freue mich, dass Alexandra Sopp im Quartiersrat mitarbeiten will und auch Jörg Spitzer Ansprechpartner für mich auf dem Rott sein wird.

9. Quartierspalaver Kothen / Hesselnberg

Mit unserem 9. Quartierspalaver waren wir in der Cafeteria der Rudolf-Steiner-Schule zu Gast. Der Kothen ist ein Wohnquartier, in dem es auf den ersten Blick keine größeren Probleme zu geben scheint. Der Bürgerverein Kothener Freunde ist sehr aktiv im Viertel und kümmert sich zum Beispiel um den Kothener Busch. Der Spielplatz dort ist leider hin und wieder Zielort von Vandalismus. Es wurde aber auch der Wunsch laut, dass die Aktivitäten in dem Quartier stärker an Aktivitäten im Rest der Stadt angebunden werden sollten. Das Quartier Kothen ist sehr geprägt durch die vielen Schulen, die es dort gibt. Dabei kamen wir auf die Verkehrssituation am Kothen zu sprechen und die ist - oft in der Nähe der Schulen - schwierig. Zum einen liegt es an den vielen Autos, die zu Bring- und Abholzeiten dort unterwegs sind. Zum anderen ist die ÖPNV-Anbindung wohl sehr schlecht und sorgt bei vielen für Unmut. Eine Buslinie über die Oberbergische Straße zu den Südhöhen wäre zum Beispiel wünschenswert. Viele haben das Gefühl, dass das Angebot nicht an den Bedürfnissen und Wünschen der BürgerInnen orientiert ist. Von da kamen wir auf das Thema Bürgerbeteiligung. Fragen die WSW die WuppertalerInnen, wo Bedarf ist, wo es nicht gut läuft und wo mehr Busse nötig wären?! Und wenn nicht, warum nicht? So etwas sollte doch in heutigen digitalen Zeiten eigentlich kein Problem mehr sein. Es geht in Wuppertal nicht um Bürgerbeteiligung auf dem Papier. Bürgerbeteiligung muss gelebt werden. Zum Abschluss haben wir noch intensiv über meine Motivation in die Politik zu gehen und meine Ziele und Themen für den Landtag gesprochen. Ich freue mich sehr, dass sich Werner Foltin bereit erklärt hat, Ansprechpartner für den Quartiersrat zu sein.

10. Quartierspalaver Katernberg / Beek

Bei einem guten Glas Wein lässt es sich auch ganz wunderbar palavern. Im Boda Weinhaus haben wir eine gemütliche und stilvolle Umgebung angetroffen und mit Peter Bothmann einen sehr netten Gastgeber. Es war (wieder einmal) ein sehr interessantes und aufschlussreiches Quartierspalaver. Wie erwartet sind die Probleme am Katernberg nicht so gravierend wie das in anderen Quartieren der Fall ist. Einigen Anwohnern bereitet die Verkehrssituation am Katernberger Schulweg größere Sorgen. Die Straße ist nach Ansicht der AnwohnerInnen hoch frequentiert. Sie ist Anfahrtsweg für die Schulen im Quartier, für das Bayer-Forschungszentrum auf Aprath und für viele schlichtweg eine bequeme Abkürzung oder Ausweichstrecke, wenn die A 46 mal wieder verstopft ist. Für die Menschen, die dort leben, bedeutet das natürlich Autolärm und dreckige Luft. Die grünen PolitikerInnen, die beim Quartierspalaver dabei waren, haben zugesagt, dieses Thema mit in die Bezirksvertretung Katernberg / Uellendahl zu nehmen. Einmal mehr stellte sich daran anschließend auch die Frage nach neuen Mobilitätskonzepten. Wir haben dann eine sehr spannende Diskussion über ein mögliches "Bürgerticket" geführt. Alle Anwesenden fanden die Idee prinzipiell gut. Was die finanzielle Ausgestaltung angeht, gab es aber durchaus noch Unsicherheiten und Zweifel, wie so etwas gerecht gelöst werden kann. Eine sehr interessante und in meinen Augen verfolgenswerte Idee kam von Reinhold Weber vom Katernberg. Er und weitere Mitstreiter wünschen sich für den Katernberg einen besseren Anschluss an die Nordbahntrasse. Und zwar über die Verlängerung der Kruppstraße / In der Hülsbeck durch einen Tunnel bis zur Nordbahntrasse. So müssten Radfahrer nicht mehr über das Briller Kreuz. Abschließend haben wir noch über meine Motivation für die Kandidatur gesprochen, über meine Überzeugung, auch oder gerade als Unabhängiger etwas bewirken zu können und über die Themen, mit denen ich mich im Landtag dann beschäftigen werde. Mir ist wichtig, in der Landespolitik für eine breitere und sinnvollere Unterstützung der Quartiere in Wuppertal zu kämpfen und ich werde mich ganz stark dafür einbringen, dass sich Landespolitik (endlich) mit dem enormen technischen Wandel beschäftigt, der da gerade auf uns zukommt und uns in sämtlichen Bereichen unseres Lebens betreffen wird. Sei es in der Bildung - das landespolitische Thema schlechthin oder in der Wirtschaft. Als langjähriger Unternehmer und Referent für Zukunftsthemen bringe ich das dafür nötige Wissen und als unabhängiger Mensch den dafür nötigen Mut zur Ehrlichkeit mit. Ich freue mich sehr, dass Jakob Steffen und Reinhold Weber für den Katernberg und die Beek in den Quartiersrat kommen. Vielen Dank dafür!

11. Quartierspalaver Gathe

Früher war die Gathe DIE Vergnügungsmeile in Wuppertal. Gleichzeitig gab es dort auch einige Fachgeschäfte. In den letzten Jahren hat sich das verändert. Heute prägen Spielhallen, Telefonläden und Imbisse das Bild. Von illegalen Matratzenlagern in Schrottimmobilien, Arbeiterstrich und Kinderarmut die Rede – also große soziale Probleme, die die Menschen dort bewegen. Die Alte Feuerwache fängt einen großen Teil auf, es sind aber dringend mehr öffentliche finanzielle Zuschüsse nötig. Dadurch, dass die Gathe eine der Einfahrtsstraßen in die City ist, ist die Umweltbelastung dort auch extrem. Bei all den Problemen wurde aber auch immer wieder der Charme der Gathe genannt. Wir haben auch über die Haltung zu dem geplanten Moschee-Neubau an der Gathe gesprochen – ein komplexes Thema, das nicht so eben mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Auf der Gathe leben mehr Menschen mit Migrationshintergrund als Deutsche. Neben der bekannten und aktuell kritisch beäugten Ditib-Gemeinde haben weitere muslimische Gemeinden dort ihre Moscheen. Unter den BesucherInnen des Quartierspalavers waren die Meinungen geteilt, ob es ein wirkliches Miteinander gibt oder nur ab und zu mal Kontakt zueinander. Sehr schade, dass zu unserer Veranstaltung – trotz persönlicher Einladungen – nicht ein Mitglied der Gemeinden gekommen ist – genauso wenig übrigens die dortigen Geschäftsleute oder Menschen, die dort tatsächlich leben. Das Quartierspalaver war sehr gut besucht, aber eben in erster Linie von Menschen, die in der Alten Feuerwache, am Ostersbaum oder in der Mirke aktiv sind oder leben und von einigen AZ-BesucherInnen. Schade, dass wir nicht miteinander sprechen konnten, sondern nur über die Menschen, um die es eigentlich geht. Herzlichen Dank an die VertreterInnen der Alten Feuerwache, die meine Ansprechpartner im Quartiersrat sein werden.

12. Quartierspalaver Kleine Höhe / Siebeneick

Die geplante Forensik auf der Kleinen Höhe war DAS Thema, das uns beim Quartierspalaver Siebeneick beschäftigt hat. Die VertreterInnen der Bürgerinitiative Kleine Höhe haben sehr eindrücklich geschildert, wie enttäuscht sie von der Art und Weise sind, wie Wuppertaler Politiker - in erster Linie von CDU und SPD - hier gehandelt haben. Nämlich völlig intransparent und nunmehr auch feige. Die Fraktionsspitzen von CDU und SPD im Wuppertaler Rat, Müller und Reese, duckten sich im Moment nur weg und schickten zu Gesprächen oder Podiumsdiskussionen andere vor. Und Oberbürgermeister Mucke äußere sich zwar und gehe ins Gespräch, aber ein ehrlicher Kampf für den Erhalt der Kleinen Höhe oder ein offener, transparenter Standortevergleich fänden nicht statt. Die BI Kleine Höhe hat auch nochmal ganz klar gemacht, dass es Ihnen nicht um "GEGEN eine Forensik", sondern um "FÜR die wunderbare grüne Naturfläche Kleine Höhe" geht. Es war sehr hilfreich, dass mit Bettina Brücher und Cornelia Krieger, zwei Wuppertaler Grüne Stadtpolitikerinnen dabei waren, die nochmal gut erklären konnten, wie das Planungsverfahren weitergeht und an welchen Stellen sich die BürgerInnen wirksam einbringen können und ggf. auch noch juristische Handhabe haben. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass vor allem auch penetranter und aufmerksamkeitserregender Protest helfen kann, um Wuppertals Stadtpolitiker zu überzeugen, dass es eine Schande wäre, auf dieses schöne Stück Natur eine Forensik zu bauen. Wenn man es schafft, die Kleine Höhe zu verhindern, muss das ja nicht gleich bedeuten, dass sie auf Lichtscheid gebaut wird, denn dort steht das Gelände erst in einigen Jahren zur Verfügung. Womöglich dauert dies dem Land zu lange und das NRW-Gesundheitsministerium muss auf Grund des Zeitdrucks ganz woanders einen Standort realisieren. Ob das tatsächlich so kommt, weiß keiner, aber die Möglichkeit besteht immerhin. Ich freue mich, dass Angelika Behr zu uns in den Quartiersrat kommt.

13. Quartierspalaver Eckbusch

Open-Air-Quartierspalaver - bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein haben wir am Eckbusch zusammengesessen, draußen vor der Gaststätte am Eckbusch - danke an dieser Stelle an Michael Busch, dass wir seine Gäste sein durften. 4.500 Menschen leben laut Stadt am Eckbusch. Es ist ein Quartier, in dem es deutlich mehr ältere Menschen gibt als in anderen Vierteln der Stadt. Und genau das war dann auch Thema bei unserem Quartierspalaver. Für die Senioren wird dort recht viel getan. Es fehlt aber wohl an Anreizen für junge Familien, dort hinzuziehen. Da wäre es zum Beispiel wünschenswert, die Eigentümergemeinschaften würden wieder mehr in die Spielplätze an den Hochhäusern investieren. Es stellt sich einfach im Moment die Frage, wie es gelingen kann, am Eckbusch eine bessere Altersdurchmischung hinzubekommen, damit das Viertel auch eine Zukunft hat und ob das überhaupt auch gewünscht ist?! Die Idee eines Förderprogramms, um den Eckbusch für junge Familien attraktiv zu machen, kam auf. Das Freibad ist ein wichtiger Treffpunkt am Eckbusch. Der Förderverein hofft, dass die aktuell offene Nachfolge der Bewirtung geregelt werden kann. Jedes Jahr steht der Verein vor der Herausforderung, den nötigen Etat für die kommende Saison zu erwirtschaften. Das ist mit viel ehrenamtlicher Hilfe ein großer Kraftakt. Gut funktioniert am Eckbusch auch die Zusammenarbeit zwischen Viertel und der städtischen Kinder-und Jugendwohngruppen, die dort u.a. beheimatet sind. Ob der räumlichen Nähe kamen wir auch am Eckbusch auf das Thema Forensik auf der Kleinen Höhe und einmal mehr war der Unmut der BürgerInnen zu hören, dass Politik da nicht transparent und nachvollziehbar handele. Wir haben auch noch über den Wegfall des CE 62 gesprochen - ein Ärgernis für viele, dennoch sei der Eckbusch ÖPNV-technisch ganz gut angebunden, hieß es aber auch. Es lag nicht nur am Wetter, sondern auch am Wunsch nach einem Treffpunkt für alle, dass ein Gast des Quartiespalavers noch ein Eiscafé am Eckbusch anregte. Ich freue mich, dass Rosemarie Mertin und Gerhard Wiese den Eckbusch im Quartiersrat vertreten werden.

14. QuartierspalaverElberfeld City

Es war fast wie im eigenen Wohnzimmer: Das Quartierspalaver in der Elberfelder City konnten wir im Kontakthof in der Genügsamkeitstraße machen - eine wirklich tolle und außergewöhnliche Location mitten in der Innenstadt. Es war ein spannendes Quartierspalaver, weil wir ganz viele verschiedene Ideen entwickeln konnten, was wir uns künftig für die Elberfelder City vorstellen wollen. Vor allem der nördliche Teil war dabei von Interesse. Vor dem Hintergrund, dass demnächst der neue Döppersberg fertig sein wird, ein Primark und voraussichtlich auch ein FOC dort öffnen, stellt sich die entscheidende Frage, was rund um die Rathausgalerie, den Karlsplatz, aber auch rund um den Neumarkt passieren muss, damit auch dieser Teil noch attraktiv bleibt bzw. endlich attraktiv wird. Aus dem Publikum kam die Idee einer Markthalle verbunden mit Start-Up-Manufakturen in der Rathausgalerie. Sehr interessant, wie ich finde. Auch auf dem Karlsplatz wären ein Markt und schöne Außengastronomie ein tolles Angebot. Überhaupt wäre es wünschenswert, wenn es mehr lebenswerte Plätze in der Stadt gebe und qualitativen, barrierefreien Wohnraum mitten in der City. Bei all den Plänen ist vor allem endlich Kreativität gefragt. Eine Eigenschaft, die den aktuell handelnden Personen im Rathaus ganz offensichtlich zu fehlen scheint - da waren sich die meisten Gäste des Quartierspalavers einig. "Die große Kooperation lähmt die Stadt" war ein bezeichnendes Zitat, das fiel. Uwe Griegoleit wird künftig mein Ansprechpartner im Quartier Elberfeld City sein. Vielen Dank für das Engagement!



Termine

Hier sehen Sie die nächsten Quartierspalaver in der Übersicht

  • 26.04.2017 Lichtscheid

    Quartierspalaver Lichtscheid um 19:00 Uhr, Café –Restaurant Zur Alten Bergbahn, Sachsenstr. 2
  • 27.04.2017 Mirke

    Quartierspalaver Mirke um 19:00 Uhr im Bahnhof Blo - Bouldercafé Wuppertal, Wiesenstraße 118